{"id":222,"date":"2009-12-09T12:39:10","date_gmt":"2009-12-09T11:39:10","guid":{"rendered":"http:\/\/olivenoelblog.de\/?p=222"},"modified":"2009-12-09T12:39:10","modified_gmt":"2009-12-09T11:39:10","slug":"gesattigte-fettsauren-machen-nicht-satt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/olivenoelblog.de\/?p=222","title":{"rendered":"Ges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren machen nicht satt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fetts\u00e4uren aus Fleisch und Butter wirken im Gehirn anders als unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren aus Oliven\u00f6l, haben Wissenschaftler bei Experimenten an Ratten herausgefunden. Sie bewirken eine Hemmung des S\u00e4ttigungsgef\u00fchls und k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass man immer mehr isst.<\/strong><\/p>\n<p>Fette mit hohen Anteilen ges\u00e4ttigter Fetts\u00e4uren, wie beispielsweise Butter oder das in Fleischgerichten enthaltene Fett, st\u00f6ren einen Regelmechanismus des K\u00f6rpers: Sie bringen das Gehirn dazu, den K\u00f6rperzellen zu signalisieren, die Signale der Hormone Leptin und Insulin zu ignorieren. Diese beiden Botenstoffe dienen der Regulierung des Gewichts, sagen dem K\u00f6rper also, wenn genug Nahrung vorhanden ist.<\/p>\n<p>Wer viel solches Fett zu sich nimmt, neigt also dazu, immer mehr zu essen. Diesen Mechanismus haben Forscher um Deborah Clegg von der Universit\u00e4t von Texas in Dallas in Versuchen mit Ratten nachvollzogen. Ihre Ergebnisse schildern die Wissenschaftler im Fachmagazin <a title=\"Journal of Clinical Investigation:  Palmitic acid mediates hypothalamic insulin resistance by altering PKC-\u03b8 subcellular localization in rodents\" href=\"http:\/\/www.jci.org\/articles\/view\/36714\" target=\"_blank\">&#8222;Journal of Clinical Investigation&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p>In ihren Experimenten verabreichten die Wissenschaftler Ratten entweder Fette mit hohen Anteilen ges\u00e4ttigter Fetts\u00e4uren, zu denen unter anderem Butter und andere Milchprodukte geh\u00f6ren. Oder die Nager bekamen Fette mit einfach unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren oder Fette mit einem hohen Anteil von \u00d6ls\u00e4ure, die beispielsweise in Oliven- oder Traubenkern\u00f6l in hohen Konzentrationen enthalten ist.<\/p>\n<p><strong>Zellen waren weniger empfindlich f\u00fcr S\u00e4ttigungshormone<\/strong><\/p>\n<p>So konnten die Wissenschaftler die Wirkung aller Fettarten untersuchen, die auch bei der Ern\u00e4hrung von Menschen eine Rolle spielen. Die insgesamt aufgenommene Kalorienmenge war in allen F\u00e4llen gleich. Die Tiere nahmen die Fette direkt \u00fcber die Nahrung auf, durch Infusionen in die Blutbahn oder durch die direkte Injektion ins Gehirn.<\/p>\n<p>Die Auswertung zeigte eine deutliche Wirkung ges\u00e4ttigter Fetts\u00e4uren: Diese reduzierten bei den Tieren die Empfindlichkeit der Nervenzellen f\u00fcr die S\u00e4ttigungshormone, wodurch die Aktivierung der Signalwege ausblieb, die sonst ein S\u00e4ttigungsgef\u00fchl ausl\u00f6sen. Unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, wie sie in pflanzlichem Speise\u00f6l vorhanden sind, bewirkten hingegen keine solche Reaktion. Die Experimente zeigten au\u00dferdem, dass die Fette mit hohen Anteilen ges\u00e4ttigter Fetts\u00e4uren direkt im Gehirn der Tiere Einfluss auf diesen Signalweg nahmen.<\/p>\n<p>Auch wenn die Ergebnisse auf Versuche mit Ratten beruhten, liefere die Studie doch weitere Belege f\u00fcr die Empfehlung, bei der Ern\u00e4hrung auf den Anteil ges\u00e4ttigter Fetts\u00e4uren zu achten. Diese verf\u00fchrten dazu, mehr zu essen, erkl\u00e4rt Clegg. Bereits seit l\u00e4ngerem ist bekannt, dass eine sehr fettreiche Ern\u00e4hrung die Empfindlichkeit gegen\u00fcber Insulin herabsetzt, wodurch langfristig Diabetes entstehen kann.<\/p>\n<p>Link zur Studie (Summary): <a href=\"http:\/\/www.jci.org\/articles\/view\/36714\">http:\/\/www.jci.org\/articles\/view\/36714<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fetts\u00e4uren aus Fleisch und Butter wirken im Gehirn anders als unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren aus Oliven\u00f6l, haben Wissenschaftler bei Experimenten an Ratten herausgefunden. Sie bewirken eine Hemmung des S\u00e4ttigungsgef\u00fchls und k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass man immer mehr isst. 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